Wegschrecker, Gefühle und Eigenarten
Die Monster to go! bilden die größte Gruppe. Der Hersteller beschreibt sie als Wegschrecker, die meist unter Sofas wohnen. In der Stunde wird daraus schnell ein Auftrag: Das Kind legt fest, was sein Monster heute verscheuchen soll, und erzählt, wie es das anstellt. Daneben stehen weitere Klappmaul-Monster wie Plops, Knups oder Knibbles, deren Namen schon nach Unsinn klingen.
Über die eigene Wut, Scham oder Unlust spricht kaum ein Kind gern. Viele Fachkräfte lassen deshalb ein Monster aussprechen, was gerade los ist. Wumms findet, dass es auch laut geht, Tute verbringt den Tag am liebsten gaaanz gemütlich, und Klatschtriene wird rot, sobald man sie lobt. Das Kind kann zustimmen, widersprechen oder dem Monster einen Rat geben. Über sich selbst muss es dabei nicht reden.
In der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie eignet sich auch Bammel für ein erstes Gespräch über die Nacht, denn Angst im Dunkeln kennt er nach eigener Aussage nicht. Schnute dagegen träumt am liebsten vor sich hin und beobachtet Wolken, eine Figur für ruhige Minuten am Ende einer Stunde.
Monster in Beratung und Schulsozialarbeit
Flob ist ein kleiner Tatsachenverdreher, sein Lieblingssatz lautet „Nee, das war ganz anders …“. In der Streitschlichtung erzählt er seine Version, und die Beteiligten sortieren, was wirklich passiert ist. Bei Plaudertante ist jedes geheime Geheimnis sicher. Mit ihr sprechen Sie in der Schulberatung über gute und schlechte Geheimnisse und darüber, wann man eines weitererzählen darf. Kladderadatsch heißt nicht zufällig so, mit Missgeschicken kennt er sich aus. Ist etwas zu Bruch gegangen, kann er davon erzählen, und die Gruppe überlegt, wie es weitergeht.
Bei Jugendlichen öffnet Humor das Gespräch oft eher als eine direkte Frage. In der Berufsorientierung sorgt Daddel für Gelächter, denn sein Berufswunsch lautet Profiberateramateurshelferassistent. Danach ist die Frage nach dem eigenen Wunschberuf nur noch halb so ernst.
Monster in der Logopädie
Ein großes Klappmaul macht jede Silbe sichtbar, und viele Namen klingen schon nach Übung. Wer gerade am Sch arbeitet, hat mit Schnute, Schotter, Schmackes und Schorsch gleich vier Gesprächspartner. Für das K stehen Quasselkasper, Quackelfritze und Klops bereit, Plappermaul übernimmt das Pl. So wird aus der Lautübung ein Gespräch, in dem das Kind den Namen des Monsters immer wieder ruft. Knups gilt als wortkarg und schafft laut Hersteller trotzdem knapp 20.000 Wörter am Tag, ein Partner für Kinder, die lieber erst einmal zuhören.
Heilpädagogik, Förderschule und Gruppe
Flöckchen versteht mit ihren riesigen Ohren einfach alles. In der Klasse achtet sie darauf, dass jeder ausreden darf. Muffi Hapsweg will alles anknabbern, aber nur gesunde Sachen, und begleitet das gemeinsame Frühstück, wenn es um Obst und Gemüse geht. Schotter entdeckt immer die tollsten Schätze, vom vierblättrigen Kleeblatt bis zur schönen Schraube. Am Freitag sucht er mit der Gruppe, was in der Woche gut gelaufen ist.
Klein Bonsche wickelt jeden um den Finger, ob es um eine Extraportion Nachtisch geht oder ums Kuscheln. Mit ihr üben Kinder in der Gruppe, freundlich Nein zu sagen. Tröte ist definitiv der Lauteste und singt deshalb im Monster-Chor die erste Stimme, in der Musikarbeit ein naheliegender Vorsänger.
Zwischen den Monstern finden Sie außerdem Hai Hainer, Krabbe Knipser und Schnäck, der mit dem Schnabel spricht.
Auswahl nach Thema, Hand und Gruppe
- Das Thema: Suchen Sie zuerst die Eigenart, die zu Ihrem Anliegen passt. Zoff heißt so, ist aber ganz lieb, und eröffnet damit die Frage, ob ein Name verrät, wie jemand ist.
- Die Hand: Soll ein Kind selbst spielen, nehmen Sie eine der kleinen Ausführungen wie Klein Schmackes oder Klein Schickimicki, deren Handzugang für Kinder gestaltet ist.
- Für Gruppen: Führt jedes Kind ein eigenes Monster, lohnen sich mehrere Monster to go! mit unterschiedlichem Temperament, damit jede Stimme anders klingt.