Mit und ohne Puppenbühne
Weil die Hand von unten kommt, lässt sich jede Lang-Handpuppe über die Spielleiste einer Puppenbühne heben. Die Spielerin bleibt dabei hinter der Bühne. Ohne Bühne spielt sich die Figur wie jede andere Handpuppe, am Tisch, im Stuhlkreis oder auf dem Schoß. Weil der Korpus den Unterarm bedeckt, sieht das Gegenüber ein ganzes Tier und kein Handgelenk.
Vom Märchen bis zur Weihnachtsfeier
In der Förderschule spielt eine Klasse mit Wolf und Schwein das Märchen von den drei kleinen Schweinchen nach, an der Puppenbühne oder einfach im Halbkreis. In der Erziehungsberatung und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie will der Border Collie alle beisammenhalten, die Katze geht lieber eigene Wege. Das Kind entscheidet, wer nachgibt. Das Krokodil schnappt zu, wie man es aus dem Kasperletheater kennt, und passt zu Szenen, in denen jemand auf der Hut sein muss.
In der Heilpädagogik erfinden Kinder mit der Fachkraft eine kleine Geschichte, und jedes Tier sagt darin einen Satz. Zur Weihnachtsfeier im Seniorenheim kommt der Schneemann, dessen Arme bespielbar sind, und winkt jedem Gast einzeln zu. Bei Hochland-Kuh und Bär erinnern sich viele an Almsommer und Wanderurlaub.
Paare, Gegenspieler und Gesten
Wolf, Bär, Löwe und Krokodil sprechen mit dem Maul. Rotes Eichhörnchen und schwarz-weißes Kaninchen erzählen dagegen mit Kopf und Vorderbeinen, etwa vom Wintervorrat oder vom Bau unter der Hecke.
Paare und Gegenspieler ergeben sich schnell: Bär und Fuchs oder Löwe und Kaninchen tragen eine ganze Szene, ohne dass weitere Figuren nötig sind.